"Verlege Dein Geschäft auf das Internet, oder stirb" - diese Weisheit ist inzwischen auch bei den traditionellen Playern des Internets angekommen. Allerorten investieren Zeitungs-, Zeitschriften- und Fachverlage in das Online-Business, und während mancher noch auf eine Fortführung des alten (Print-)Geschäftsmodells auf iPad, iPod oder gar im Web hofft, investieren andere schon in neue Online-Geschäftsmodelle, die von eCommerce bis hin zu Datenbank-Geschäftsmodellen reichen.
Getriebene sind vor allem Verlage mit werbefinanziertem Geschäft. Im Jahr 2012 erreicht erreichen die Online-Werbespendings laut ZenithOptimedia global erstmals die Werbeeinahmen im Zeitungsgeschäft, in entwickelteren Online-Werbemärkten wie Nordeuropa oder Großbritannien ist dies schon lange der Fall. Ab jetzt setzt das Sterben auf Raten ein.
Gleichzeitig steigt der Anteil der Display-Werbung am Online-Werbemarkt kräftig ein, und soll erstmals sogar wieder Marktanteile gegenüber Paid Search Modellen gewinnen. Soweit die gute Nachricht.
Die schlechte: Das Wachstum der Display-Werbung wird zwar (auch) von den Verlagsangeboten im Netz getrieben, der Löwenanteil der Zuwächse fließt aber an die Social Networks. Also an genau die Orte, an denen Nutzer (=Leser) immer größere Anteile ihrer Zeit verbringen, auch zulasten des anderen Medienkonsums. Obwohl ein Teil der Print-Verluste durch digitale Werbeerlöse kompensiert wird, verlieren traditionelle Verlage daher in der Gesamtkomposition des Mediamixes weiterhin an Bedeutung.
"Diversizieren Dein Geschäftsmodell, oder stirb" - so sollte die Verlagsregel für das digitale Zeitalter heißen. Die gewonnenen Online-Werberlöse werden den schleichenden Tod des werbegetriebenen Verlagsgeschäfts nicht aufhalten.









